Die Rechenschieber gibt es auch bei Herrn Schultz-Etzold an der FPS, aber sie sind auch für den Hausgebrauch und für Unterwegs gut selbst herzustellen:
Benötigtes Material: zwei Blatt Karopapier, ein Lineal, ein wasserfester Stift (Blei geht aber auch...)

Blatt 1: Klaviatur
  • Lege das Blatt quer vor Dich und ziehe eine Grundlinie von 25cm an der oberen Kante des Blattes.
  • Ziehe 5cm unter dieser oberen Linie eine Parallele, dies wird das vordere Ende der Klaviatur.
  • Unterteile diese Grundlinie in 1cm-Abschnitte.
  • Markiere die Abschnitte zwischen folgenden Zentimetern (Grundlinie beginnt bei 0): 1-2, 3-4, 6-7, 8-9, 10-11, 13-14, 15-16, 18-19, 20-21, 22-23 - das werden die schwarzen Tasten.
  • Ziehe jetzt 5cm lange Striche senkrecht zur Grundlinie an den Zentimetern 0, 5, 12, 17, 24 und 25 (Bis zum vorderen Ende der Klaviatur!)
  • Rechts und links von den markierten Abschnitten ziehst Du 3cm lange Striche senkrecht zur Grundlinie, diese Grenzen werden dann entsprechend den Markierungen miteinander verbunden, das sind dann die schwarzen Tasten, sie können dem entsprechend geschwärzt werden.
  • Mittig unter den Schwarzen Tasten werden noch 2 cm lange senkrechte Striche angefügt, also bis zum vorderen Ende der Klaviatur.
Es ist nicht elegant aber erlaubt, die Tonnamen auf die Tasten zu schreiben (die Tastatur beginnt und endet bei c!)
Hilfreich sind auch zwei Notensysteme unter der Tastatur, eines im Bassschlüssel (C - c'), eines im Violinschlüssel (c' - c'''), in die die entsprechenden Töne unter die Tasten geschrieben werden.
Das Ergebnis sollte ungefähr so aussehen:

klaviaturKlein.PNG

Hilfreich sind auch zwei Notensysteme unter der Tastatur, eines im Bassschlüssel (C - c'), eines im Violinschlüssel (c' - c'''), in die die entsprechenden Töne unter die Tasten geschrieben werden.


Blatt 2: Skalen
Auf dem zweiten Blatt werden die Skalen angelegt, die man braucht, also Intervalle, Dreiklänge, Tonleitern oder Funktionsharmonik oder was auch immer.
Dazu legt man auf dem Blatt einen Strich an, meistens mindestens eine Oktave lang, also 13cm. Dann werden auf dieser Linie Markierungen gesetzt, wo z.B. die Töne der Dur-Tonleiter sind oder die eines D7. Beschriftet die Skalen so, dass Ihr noch etwas seht, wenn die Tastatur darunter liegt!
Noch ein Tipp: Setzt die Markierungen mittig über die Taste, das verhindert Missverständnisse.
Hilfreich auch hier ist das vorherige Verstehen des Sachverhalts, erst dann kann dieses Hilfsmittel fehlerfrei angewendet werden.

OK. ein Beispiel: Die Töne der C-Dur-Tonleiter sind vom ersten Ton (c) folgende Werte (in cm) entfernt: 2 (d), 4 (e), 5(f), 7 (g), 9 (a), 11 (h), 12 (c). Setzt man die Markierung für den ersten Ton auf einen anderen als c, so sieht man die Töne der entsprechenden Dur-Tonleiter.

Auf dem Skalenblatt meines Rechenschiebers sind folgende Themen behandelt:
  • Intervalle von der Prime bis zur Tredezime
  • Dreiklänge: Dur, mit kl. Septime und beiden Nonen, Moll, Vermindert, Übermäßig
  • Tonleitern und zwar Dur und alle drei Moll-Arten
  • Funktionsharmonik in Dur und Moll
Weitere gute Möglichkeiten sind z.B. Kirchentonarten oder Transpositionsschieber für Saxophone, Klarinetten, Hörner oder Trompeten in B